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KV-Wahlen in Nordrhein und Westfalen-Lippe


Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

in diesen Tagen erhalten Sie die Briefwahlunterlagen zur Wahl der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe. Hier sind für PP/KJP jeweils nur 5 Sitze gesetzlich vorgesehen. Es wird also sehr schwierig für die kleinere Gruppe der KJP überhaupt einen Vertreter entsenden zu können.Durch Kooperation mit anderen Verbänden haben wir aber in Nordrhein erneut die Chance und in Westfalen-Lippe sogar erstmals,dass die Interessen von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten von berufspolitisch erfahrenen Kollegen in den KV-Gremien vertreten werden. 

 

Wählen Sie in Nordrhein die Liste 1 BÜNDNIS KOOPERATIVE LISTE (hier haben Sie bis einschließlich zum 03.08.2016 Zeit ihre Wahlunterlagen zurückzusenden) 

 

Wählen Sie in Westfalen- Lippe die Liste Kooperative Liste- BÜNDNIS KJP (hier finden die Wahlen erst im August statt)

 

Beste Grüße vom Landesvorstand des bkj NRW

Matthias Fink

 

Wofür wir stehen 

Wahlinformationen 



[26.11.2015]
Auf dem Deutschen Psychotherapeutentag im November in Stuttgart stellte Peter Lehndorfer den neuen Internetauftritt der Bundespsychotherapeutenkammer  Gefühle-fetzen speziell für Jugendlich vor: http://www.gefuehle-fetzen.net
Mit sehr ansprechenden vollformatigen Bildern werden sechs unterschiedliche Gefühlslagen von Jugendlichen thematisiert
• Unendlich traurig
• Weiter, immer weiter machen
• Mein fremder Körper
• Ich bin nicht gut genug
• Schmerzen, die gut tun
• Angst, die nicht weggeht
• Rasend vor Wut
Hinter den Gefühlslagen verbergen sich jeweils unterschiedliche Storys von Mädchen und Jungen, diese werden ergänzt durch Beiträge aus der Perspektive von Eltern, Lehrern und Psychotherapeuten.
In der Rubrik „Ich brauche Hilfe“ wird auf die Nummer gegen den Kummer des Deutschen Kinderschutzbundes und auf die Seiten der Psychotherapeutenkammern mit ihren Therapeutensuchdiensten verwiesen und verlinkt.
Damit die Jugendlichen auch eine reelle Chance haben eine Psychotherapeutin oder Psychotherapeuten in ihrer Nähe zu finden ist es notwendig, dass sich die Kolleginnen und Kollgen in den jeweiligen Kammern in die Therapeutensuchdienste anmelden und ihre Daten veröffentlichen.
Deshalb an dieser Stelle von uns der Appell die Eintragungen zu überprüfen und zu aktualisieren

           

[14.12.2014]

Der 25. Deutsche Psychotherapeutentag verabschiedet am 15. November 2014 in München den Leitantrag zur Reform der Psychotherapeutenausbildung

 

Die Arbeitsgemeinschaft des Länderrates hatte gemeinsam mit dem Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer einen Leitantrag vorgelegt. In diesem wird eine umfassende Reform des PTG in dieser Legislaturperiode gefordert und dem Vorstand ein Verhandlungsmandat für eine Direktausbildung mit Approbation und anschließender Weiterbildung übertragen. Der Vorstand soll die Rahmenbedingungen für die Möglichkeiten der Realisierung und Finanzierung einer solchen Reform klären. Auf der Grundlage des erarbeiteten Berufsbildes, dem daraus abgeleiteten Kompetenzprofil und den Kernforderungen wurden Eckpunkte vorgelegt.

Die Eckpunkte sind eine zweiphasige wissenschaftliche und berufspraktische Qualifizierung bezogen auf das Kompetenzprofil. In der 1. Qualifizierungsphase soll in einem wissenschaftlichen Hochschulstudium bis zum Masterniveau eine Qualifizierung über die gesamte Lebensspanne und allen wissenschaftlich anerkannten Verfahren vermittelt werden und mit einem Staatsexamen mit Approbation abschließen.

Daran schließt sich eine Weiterbildung als Qualifizierungsphase 2 an, die Ausbildungsstätten sollen in Weiterbildungsstätten übergeleitet werden, deren Finanzierung sicher zu stellen ist. In der Weiterbildung sollen Schwerpunkte in der Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen sowie in wissenschaftlich anerkannten Verfahren möglich werden.

 

Trotz der im Vorfeld recht emotional geführten Auseinandersetzungen waren alle Delegierten bemüht eine Lösung und Kompromisslinien zu finden. In der Diskussion wurden die bekannten Bedenken gegen ein Psychotherapiestudium, gegen die frühe Approbation und die noch völlig unklaren Bedingungen einer von den Landeskammern verantworteten Weiterbildung ebenso benannt wie die Erwartungen der Befürworter, welche durch diese neue Struktur von einer langfristigen Sicherung des Berufsstandes und der Novellierungen des PTG noch in dieser Legislaturperiode ausgehen.

Die Forderung nach einem Finanzierungsvorbehalt und die Umsetzung einer sofortigen Lösung des Zugangs zur Ausbildung auf ein einheitliches Masterniveau wurden in den Leitantrag vom Länderrat und dem BPtK-Vorstand übernommen. Die Festlegung auf ein Psychotherapiestudium wurde mit Bedenken hingenommen, so dass der frühe Approbationszeitpunkt mit der Festlegung für die Weiterbildung als unvereinbare Gegenposition zu einer offenen Formulierung - für eine zweiphasige Ausbildung ohne die Entscheidung für einen Approbationszeitpunkt -  zur Abstimmung kam.

Die 128 Delegierten des DPT lehnten mit 76 zu 51 Stimmen (1 ungültige) unseren Änderungsantrag gegen eine Festlegung auf den Approbationszeitpunkt und die damit verbundene Weiterbildung in Länderverantwortung ab.

Ein weiterer Änderungsantrag, der die Studieninhalte von ausschließlich wissenschaftlich anerkannten Verfahren auf die vier Grundorientierung in der Psychotherapie (verhaltenstherapeutisch, psychodynamisch, systemisch und humanistisch) erweiterte wurde mit 63 zu 56 bei 5 Enthaltungen angenommen.

Der veränderte Leitantrag des Vorstandes erhielt anschließend mit 86 Jastimmen bei 38 Neinstimmen und 4 Enthaltungen eine deutliche Mehrheit.

 

„Der 25. Deutsche Psychotherapeutentag hat damit ein klares Signal an die Politik gesendet, welche Reform der Psychotherapeutenausbildung er noch in dieser Legislaturperiode für dringend erforderlich hält“, erklärt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). „Dadurch hat die Profession die Weichen so gestellt, dass die hohe Qualität der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland erhalten bleibt“.

Die rot-schwarze Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag festgelegt „das Psychotherapeutengesetz samt den Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung“ zu überarbeiten. Im Vorfeld des Deutschen Psychotherapeutentages in München hatten knapp 5.000 Psychotherapeuten einen Abschluss auf Masterniveau für die Psychotherapeutenausbildung gefordert.

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Was bedeutet dieser Beschluss für uns Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten?

Der Beruf des KJP wird nicht abgeschafft, sondern er erweitert sich durch eine Approbation für die gesamte Lebensspanne. Die Ausbildungsinstitute werden in dem Konzept die Weiterbildung übernehmen und die Weiterbildungskandidaten angemessen vergüten. Durch die Umsetzungs- und Finanzierungsvorbehalte wird sich die Versorgung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen durch die Reform nicht verschlechtern!

Der Beschluss des DPT hat keine Gesetzeskraft. Er bedeutet zunächst lediglich, dass der Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer durch die Delegiertenversammlung des 25. Deutschen Psychotherapeutentages beauftragt wurde, in enger Abstimmung mit den Länderkammern, den Ausbildungsinstituten und den Fachgesellschaften, mit dem Gesetzgeber in Verhandlungen zu treten, eine längst überfällige Reform des Psychotherapeutengesetzes und damit auch der Aus- und Weiterbildung zu regeln. Seit über 10 Jahren wird um eine diesbezügliche Reform gerungen, auch vor dem Hintergrund, dass durch die Bologna Beschlüsse zur Reform der Angleichung der Studiengänge und Abschlüsse in Europa, die bisherigen Zugangsvoraussetzungen, die ja im PTG benannt sind, entfallen sind. Dazu kommen die finanziell unhaltbaren Zustände für die Ausbildungskandidaten während der praktischen Ausbildung.

Wir sehen unseren Beruf des KJP erheblich bedroht, wenn keine Reform erfolgt! Denn es ist schon jetzt zu beobachten, dass in immer mehr Bundesländern für die KJP Ausbildung lediglich der Bachelor gefordert wird. Damit würde das Qualifikationsniveau, vor allem für KJP, unter die Europäische Norm sinken. Diese sieht mindestens einen qualifizierten Masterabschluss für die eigenständige heilkundliche Berufsausübung vor (sog. ECO R7 Level). In der Folge ist davon auszugehen, dass KJP, dann als Heilhilfsberuf, im Endeffekt nur noch auf Verordnung tätig werden können. Diese Entwicklung würde dann auch die bereits heute approbierten KJP betreffen und u.a. als Vertreter der KJP in der KBV sehen wir auch schon jetzt die negativen Auswirkungen auf unsere Befugnisse und der Honorarentwicklung. Aus diesem Grund wurde in den Beschluss eine Forderung nach einer sofortigen Lösung im Sinne von einheitlichen Zugangsbedingungen auf Masternivieau aufgenommen, um, zum wiederholten Male, eine unmittelbare Veränderung der derzeitigen Praxis anzumahnen.

Die Bemühungen auf Grundlage des Beschlusses des 16. DPT, der eine Reform der postgradualen Ausbildung vorsah, sind alle gescheitert und von der Politik nicht aufgegriffen worden. Dies hat sicherlich dazu beigetragen, dass die Delegierten des DPT sich nach einer kontroversen Debatte auf hohem Niveau nun einmütig für eine Direktausbildung entschieden haben. Gestritten wurde vor allem um die Frage, wann die Approbation erteilt und wie die Weiterbildung zu organisieren sein wird!

Fazit: Das Bündnis KJP in NRW sieht sehr wohl auch die mit einer so weitreichenden Reform verbundenen Unwägbarkeiten.

Aus unserer Sicht überwiegen berufsrechtlich jedoch eindeutig die Vorteile, gerade auch für uns Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und -therapeutinnen: die Ausübung der heilkundlichen Tätigkeit sowie die Qualität der KJP bleibt nicht nur erhalten, sondern ermöglicht eine qualitative Weiterentwicklung; die berufsrechtlichen Beschränkungen und die damit verbunden rechtlichen Risiken und Unwägbarkeiten für KJP werden aufgehoben; eine sinnvolle Befugniserweiterung ist damit zwangsläufige Folge und damit endlich eine Gleichstellung mit anderen Heilberufen; an den Hochschulen müssen wieder alle Verfahren, also auch die analytischen, gelehrt werden und last but not least auf unsere Ausbildungsstätten wird nicht und soll auch nicht verzichtet werden können. Diese werden im Rahmen einer Reform zu Weiterbildungsstätten.

Die Arbeit an der Reform beginnt eigentlich erst jetzt!

Bernhard Moors - Matthias Fink

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Den Bericht der BPtK mit dem Wortlaut der Entscheidung finden Sie unter:

http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/grosse-mehrh.html

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[12.03.2014]

„Psychodynamische Leitlinie Depression des Kindes- und Jugendalters“


Das Bündnis KJP hatte am 12. März nach Köln in die Räume der DGSF zu einer Fortbildungs- und Informationsveranstaltung eingeladen. Frau Petra Adler-Corman, Dozentin und Supervisorin am Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf (IPD, stellte uns die psychodynamische Leitlinie Depression im Kindes- und Jugendalter vor.

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Sie ging zunächst auf die Bedenken von vielen Kolleginnen und Kollegen ein, Depression schon im Kindesalter zu diagnostizieren und erläuterte uns nachvollziehbar, dass nicht nur bei Säuglingen eindeutige Merkmale einer depressiven Konstitution zu beobachten sind. Auch bei Kindern und Jugendlichen sind die Merkmale der affektiven Zustände einer Depression, wie gedrückte Stimmung, verringertes Interesse und Antrieb und verlangsamte Motorik zu beobachten und können deutlich die üblichen entwicklungsbedingten Ausprägungen übersteigen.

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Sie wies darüber hinaus auf das schwierige Erkennen einer depressiven Symptomatik im Kindes- und Jugendalter hin, da die depressive Konfliktbewältigung – oft nach einer unbewältigten Verlust- oder Trennungserfahrung – durch aggressive und hyperaktive Verhaltensweisen überdeckt sein können. Auch aus diesem Grund würden z.Zt. eher affektive Störungen, Anpassungsstörungen oder Störungen des Sozialverhaltens diagnostiziert.

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Nach den Beschreibungen der altersspezifischen Merkmale, warb sie für das frühzeitige Ernstnehmen der depressiven Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen um die therapeutischen Intervention entsprechend gestalten zu können.

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Die Leitlinie ist in der Zeitschrift Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie Heft 159, 3/2013 veröffentlich worden und über die Homepage der VAKJP (www.vakjp.de) im Bereich Leitlinien zu downloaden.

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Im berufspolitischen Teil der Veranstaltung wurde über die Arbeit der KJP Fraktion in den letzten Jahren in der Kammerversammlung der PTK NRW informiert. Wir erinnerten an die vielen neuen Praxissitze, die über die 20 % Quote geschaffen wurden, über den Ratgeber für Eltern „Wenn Kinder psychisch erkranken“, der von uns wesentlich mit gestaltet wurde und kostenfrei über die PTK NRW zu beziehen ist. Informierten über die neue einkommensabhängige Beitragsordnung, bei der ab 2015 KollegInnen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht voll arbeiten, entlastet werden. Wir wiesen auf die unbedingte Notwendigkeit hin, sich für die Besonderheiten einer psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen einzusetzen und damit auch die Interessen der KJP zu vertreten. Aktuell bringen wir uns in die Diskussion um die Novellierung des PTG und die Weiterbildungsordnung in systemischer Therapie ein. Unsere Positionen sind in der Rubrik berufspolitische Ziele und Themen auf dieser Homepage beschrieben.

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Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung wurde uns für das Engagement gedankt und wir erhielten den klaren Auftrag unsere Arbeit fortzusetzen und die Zusicherung das Bündnis KJP bei der Kammerwahl zu unterstützen.



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[15.02.2014]

„Unsere berufspolitischen Vertreter zum anfassen“

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Die Mitglieder des Kompetenznetzes und viele weitere interessierte KJP trafen sich am 15.02.2014 zu einem gemeinsamen Austausch. Es waren mehrere Kammermitglieder und auch die, die in der jetzt anstehenden Wahlperiode hinzukommen wollen unter dem Motto: „Unsere berufspolitischen Vertreter zum anfassen“ eingeladen und erschienen.

Wir hatten erstmalig in der Dortmunder Kinder- und Jugendpsychiatrie getagt, was gleich für eine angenehme Atmosphäre sorgte. Die Veranstaltung war gut besucht, darunter mehrere KollegInnen, die erstmalig an einer Veranstaltung des Kompetenznetzes teilnahmen. Alle waren interessiert und es wurde lebendig diskutiert. Conny Beeking, Inez Freund-Braier, Hermann Maas und Oliver Staniszewski gaben zunächst Statements ab, es gab Nachfragen und Diskussionen über die Themen, die in der Kammer anstehen, bzw. auch von den Teilnehmenden gewünscht werden.

Die Kandidaten des „Bündnis KJP“ betonten die Notwendigkeit die Kräfte der KJP zu bündeln und so erneut eine starke Position in der Kammer einnehmen zu wollen. Hier scheint ein Zusammengehen aller KJP unabdinglich, damit wir als kleinste Psychotherapeutengruppe überhaupt unsere Themen platzieren können.

Angelika Enzian, ebenfalls Mitglied des Kompetenznetzes und Vorsitzende der DPTV WL stellte ein Konzept über neue Versorgungsformen dar, bei dem auch die Schwerpunkte der KJP ergänzt worden sind.

Zum Ende der Veranstaltung wurden die Referierenden herzlich verabschiedet und mehrere KollegInnen signalisierten sogar ihr Interesse an einem berufspolitischen Mitwirken.

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Ein schöner Erfolg!


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[14.02.2014]

Fortbildung- und Informationsveranstaltung Münster

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Am 8. Februar haben wir in Münster mit unserer Bündnisveranstaltung die Reihe der Wahlveranstaltungen des Bündnisses KJP eröffnet und ich möchte Euch/ Sie an dieser erfreulichen Erfahrung teilhaben lassen. Wir haben die gut besuchte Veranstaltung, wie in den vergangenen Jahren auch, sowohl zur beruflichen Fortbildung als auch für den Austausch über unsere Kammerarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort genutzt.

Zum guten Gelingen der Veranstaltung hat die Referentin, Frau Isabel Exeler, mit einem anregenden Vortrag über Schematherapie beigetragen.

Unser Fraktionsvorsitzender Matthias Fink und unsere Münsteraner Kammerdelegierte Cornelia Beeking haben mit gut portioniertem Input über aktuelle Themen der Kammerarbeit informiert. Die Kollegen und Kolleginnen vor Ort haben nicht nur aufmerksam und interessiert den Austausch mitgestaltet, sondern ihre Haltung zu uns und unserer Arbeit sehr konkret gezeigt, indem sich alle (möglichen) Anwesenden in die Unterstützerliste für den Wahlkreis Münster eingetragen haben!

Dies ist im Anblick der kommenden Kammerwahl ein erfreuliches Ergebnis und zeigt uns, dass unsere Arbeit aus den vergangenen Jahren hier vor Ort Wirkung zeigt. Mit Herbert Vehlken und Cornelia Beeking war die Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Veranstaltung wie immer erfrischend unkompliziert.

Wohltuend war die rege Teilnahme unserer Bündniskollegen auch aus ‚entfernteren Gegenden‘, deren Anwesenheit und aktive Mitgestaltung wir als bereichernd und unterstützend erlebt haben. Herzlichen Dank dafür!

Ich bedanke mich  bei Cornelia Beeking für die gelungene Organisation der Veranstaltung! Jede, die schon einmal solch eine Aufgabe übernommen hat, weiß, wieviel Mühen damit verbunden sind.

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Ich wünsche uns allen einen guten Zusammenhalt und eine erfolgreiche Kammerwahl, auf dass wir unseren Berufsstand auch in Zukunft wirkungsvoll in der Kammer vertreten können!

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Herzliche Grüße aus dem Münsterland

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Fricka Wankmüller

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[21.02.2014]
Weiterbildungsordnung in Systemischer Therapie

oder –Ab wann ist man erwachsen?

 

 

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) behandeln Erwachsene, oder etwa nicht? In Deutschland gilt als erwachsen, wer das aktive und passive Wahlrecht besitzt, ohne Einverständnis der Eltern heiraten kann und voll geschäftsfähig ist. Dies ist bekanntlich ab 18 Jahren der Fall.

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Laut Psychotherapeutengesetz §1 Abs 2 behandeln KJP sowohl 18 -bis 21-Jährige junge Erwachsene, in Einzelfällen auch darüber hinaus, als auch erwachsene Bezugspersonen gemeinsam mit ihren Kindern. Die Berechtigung zur Ausübung des Berufs des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erstreckt sich auf Patienten, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ausnahmen von Satz 1 sind zulässig, wenn zur Sicherung des Therapieerfolgs eine gemeinsame psychotherapeutische Behandlung von Kindern oder Jugendlichen mit Erwachsenen erforderlich ist oder bei Jugendlichen eine vorher mit Mitteln der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie begonnene psychotherapeutische Behandlung erst nach Vollendung des 21. Lebensjahres abgeschlossen werden kann.

 

Immer wieder werden jedoch diese ausdrücklich genannten Tatbestände in der Berufspolitik ignoriert, so z.B. bei der Frage, wer SKEPT (Säuglings-Kleinkinder-Eltern-Therapie) ausüben darf (nur PP ist die von nicht wenigen in der Berufspolitik Aktiven vertretene Meinung!) oder bei der Diskussion darüber, wie strikt eine Trennung der beiden Heilberufe KJP und PP bei einer möglichen Weiterbildungsordnung der Psychotherapeutenkammer NRW in Systemischer Therapie sein müsste.

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Dabei schafft das Berufsrecht ja genau die rechtlichen Voraussetzungen für KJP, sowohl junge Erwachsene alleine zu behandeln als auch ältere Erwachsene als Bezugspersonen im Rahmen einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie gemeinsam mit Kindern oder Jugendlichen psychotherapeutisch zu behandeln. Insbesondere die Systemische Therapie gründet auf der Behandlung von Beziehungssystemen zumeist in Mehrpersonen-Settings und hat ihre Wurzeln in der Familientherapie. Das klassische Anwendungsfeld der ST liegt also in der gemeinsamen psychotherapeutischen Behandlung von Kindern oder Jugendlichen mit Erwachsenen, einem Psychotherapie-Setting, das ausdrücklich im Psychotherapeutengesetz Erwähnung findet und zwar in Bezug auf Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

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Eine strikte Trennung zwischen Kindern/Jugendlichen- Behandlung auf der einen und Erwachsenen-Behandlung auf der anderen Seite widerspricht dem Grundgedanken der Systemischen Therapie. Bei einer Weiterbildung in Systemischer Therapie ist es also für alle Psychotherapeuten, für PP wie für KJP, unerlässlich, Kompetenzen und umfassende theoretische Kenntnissen und praktische Fertigkeiten in der Behandlung sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch von Erwachsenen in unterschiedlichen Settings zu erlernen. Gerade KJP sind dabei bereits durch ihre Ausbildung und ihre Erfahrung mit Familienbeziehungssystemen besonders für das Therapieverfahren der ST qualifiziert. Im späteren psychotherapeutischen Tätigkeitsbereich bleiben KJP und PP selbstverständlich den jeweils gültigen berufs- und sozialrechtlichen Regelungen verpflichtet.

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Eine in die Diskussion gebrachte Einschränkung in der Weiterbildung für KJP sowohl in den Punkten Behandlungstechniken, Methoden als auch bei Supervision, Intervision und Selbsterfahrung würde zu einer rechtlich nicht notwendigen und fachlich schädlichen Verengung und Trennung der beiden Heilberufe führen. Dies ist insbesondere für die Systemische Therapie nicht hilfreich, da die Psychotherapeuten z.B. in Supervision, Intervision und Selbsterfahrung, zumeist in Gruppen, von unterschiedlichen Perspektiven profitieren. Da es sich bei Selbsterfahrung und Supervision außerdem nicht um psychotherapeutische Behandlungen von Patienten handelt, sind Einschränkungen unter Berufung auf das PsychThG hier auch aus diesem Grund fehl am Platz. So, das ist mal ein kleiner Einblick in aktuelle Diskussionen rund um den Heilberuf Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut. Und es wird deutlich, wie wichtig es immer wieder ist, dass wir unsere Kompetenzen und rechtlichen Befugnisse klar und deutlich vertreten. (B. Enste)

 

 


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[23.02.2012]
Psychotherapeutische Behandlung während der Schulzeit und der Nachmittagsbetreuung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Anhang findet Ihr das Antwortschreiben der Schulministerin Löhrmann auf unser Schreiben, betreffend: Ausbau des Ganztags in den Schulen und die damit verbundene Reduzierung des Zeitfensters für psychotherapeutische Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen. 

Frau Ministerin Löhrmann weist darauf hin, dass sich die Rechtsbestimmungen in den Erlassen zur OGS seit 2003 nicht geändert haben, und dass der Passus "in der Regel" müssten die Schüler und Schülerinnen in der OGS bis mindestens 15.00 Uhr anwesend sein, Spielraum für flexible, individuelle Lösungen eröffnet. Auch bestätigt sie die Gleichwertigkeit psychotherapeutischer Behandlungen mit anderen ärztlich notwendigen Maßnahmen, für die ein Schüler/eine Schülerin ja auch vom Unterricht befreit werden kann.

Mit diesen konkreten Ausführungen kann bei Missverständnissen zwischen Schulleitungen und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten/innen Klarheit geschaffen werden, unter Umständen unter Einschaltung des jeweils zuständigen Schulamtes. Unsere Anfrage und die Antwort der Ministerin sind hier hinterlegt:

VAKJP Brief Enste-Löhrmann

Schulministerium Brief Loehrmann Enste 1
Schulministerium-Brief Loehrmann Enste 2

Eine positive Nachricht für uns Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, wie ich finde.

Herzliche Grüße,

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Benedikta Enste




  • [21.06.2009] Wahlerfolg bei der Kammerwahl 2009 Psychotherapeutenkammer NRW
    Das Wahlergebnis ist eindeutig: das BÜNDNIS KJP ist in der neuen Kammerversammlung die Stimmer der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in NRW!
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